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Hitsch Auer-Schiess: «Ich bin Entertainer und somit als DJ auf der sicheren Seite.»

Bild: zVg
Seit 17 Jahren ist Hitsch Auer-Schiess aus Fanas, dank von ihm organisierter Volksmusik und Schlager Anlässe auch über die Grenzen hinaus bestens bekannt. Tag und Nacht ist er unterwegs, um Events zu organisieren, sowie Bands und Interpreten zu betreuen. Doch dank Corona war alles ein wenig anders. Wie aus Christian Auer-Schiess ein Entertainer wurde, wie das damals mit dem Prätti-Ziller-Fest funktioniert hat und vieles mehr, könnt ihr hier nachlesen.

Lieber Hitsch, wie geht es dir in der immer noch angespannten Situation?
Erstaunlich gut, ich sehe die Entwicklung positiv und freue mich auf die bevorstehende Zeit.
Zudem hatte ich nie Angst vom Virus – Ich machte mir mehr Sorgen um die Menschen und dessen Angst und Traumatisierung.

Wie fest fehlen dir die Veranstaltungen?
Natürlich sehr. Ich hatte aber das Glück; letztes Jahr zwischen Juni und Oktober einiges machen zu können. Ausserdem haben im Winter kleinere Hotel Veranstaltungen lanciert. So gab es doch einige Brücken für die Seele.

Wie wurdest du eigentlich zum DJ Edelweiss?
Zum DJ wurde ich per Zufall, eine Wirtin hat mich vor langer Zeit gefragt, ob ich Lust hätte mal ein wenig aufzulegen, da ich ja so viele Titel kenne. Daraus wurde dann meine Leidenschaft, die mich seit nun gut 17 Jahren begleitet.

Du bist selber ein grosser Fan der Volksmusik- und Schlagerwelt. Hat dich Popmusik und anderes nie gross interessiert?
Allgemein interessiert mich jede Art von Musik. Ich habe grossen Respekt von diesen Szenen und Genres wie beispielsweise Pop oder auch Hip Hop. Nur musste ich es mir irgendwann zugestehen: «Schuster bleib bei deinen Leisten.»

«Fördern möchte ich meine Kinder nicht, einfach unterstützen und begeistern.»
Hitsch Auer-Schiess

Du spielst selber ein wenig Gitarre und Akkordeon, trittst aber lieber als DJ auf. Warum ist das so?
Spielen? Dies ist mehr Show, zwei, drei Griffe und das war’s. Ich bin eben Entertainer, somit bin ich als DJ auf der sicheren Seite. Leider habe ich keine Zeit für Instrumente oder Unterricht.

Dein Junior Christian ist seit kurzem auch dran. Wie wichtig ist es dir, deine Kinder musikalisch zu fördern?
Fördern möchte ich meine Kinder nicht, einfach unterstützen und begeistern. Egal ob es im Bereich Musik, in der Natur, oder sogar im Sport ist.

Seit 17 Jahren bist du unterwegs. Was hält die Begeisterung für Partys am Leben?
Die Begeisterung für Musik, Kultur, Gesellschaft. Zudem liebe ich es, alle Generationen zu spüren.

Wie schaffst du es Auftritte, Events, deinen Job und die Familie alles unter einen Hut zu bringen?
Dank meiner Frau Christine habe ich alles gemeistert. Zudem habe ich brutal viel Ausdauer und der Glaube an Gott stärkt mich immer wieder. Ich bin kein Fan von Glücksbringer, Magie und spirituellen Ideen, aber meine Kinder und das ganze Umfeld geben mir Energie und Freude.

An welche Künstlerinnen und Künstler denkst du am liebsten zurück?
Ich denke gerne zurück an die Zillertaler Schürzenjäger – Die Beatles der Alpen, sei es an Live- Geschichten und besonders an die Melodien, Texte und die unglaublich grandiosen Musiker.

Du warst beim legendären Prätti-Ziller-Fest einer der treibenden Kräfte. Wie ist das Ganze damals entstanden?
Durch die Leidenschaft zur Musik und durch die Besuche im Zillertal entstand die Idee. Dazu hatte ich drei starke Antreiber als Freunde an meiner Seite, alleine hätte ich diesen Erfolg nicht erreicht.

Welche schöne Erinnerungen verknüpfst du mit dem Fest in Seewis?
Die Begegnungen mit Gästen, Künstlern, Einheimischen, Sponsoren, Helfern und vielem mehr. Es war einzigartig und es hat in der Ostschweiz Spuren hinterlassen. Speziell in Erinnerung ist mir der Auftritt von Andreas Gabalier geblieben. Der war natürlich top und zudem noch der erste Auftritt von ihm überhaupt in der Schweiz.

Wie enttäuscht warst du über den Umstand, dass es nicht mehr stattfinden wird?
Da ich nach 10 Jahren ausgestiegen bin 2013 beim OK des Prätti-Ziller Fests hat das Herz weniger schmerz erlitten, natürlich ist es ein grosser Verlust für die Region und dessen Macher. Es bleibt somit schon immer ein wenig Trauer zurück.

Corona hat deinen Veranstaltungen einen mächtigen Strich durch die Rechnung gemacht. Was hast du in den letzten eineinhalb Jahren so getrieben?
Die Corona Zeit habe ich für Hobbys, Familie, Haus, Natur und vieles mehr genutzt. Für mich war es also keine wirklich schlimme Zeit.

Wie geht es weiter? Hast du bereits wieder Auftritte oder wartest du noch einen Moment zu?
Ich habe schon wieder Auftritte und vieles steht in den «Startlöcher», zudem bin ich fast ausgebucht bis ins Jahr 2023. Im August steht noch etwas Kleines von mir in den Startlöcher inklusive Titeltaufe «Hitschi’s Polka» gewidmet von einem Volksmusik Duo.

Christian Imhof