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Schiers
02.06.2021

Chris Hassler: «Mein nächster Roman bringt zwei Millionen ein!»

Bild: zVg
Chris Hassler ist Autor, Korrektor, Collagist und auch auf den sozialen Medien als kreativer Sprachkünstler mit hohem Output unterwegs. Weshalb die Sprache den Schierser auch nach dem Erreichen des Pensionsalters fasziniert, wie es bei ihm mit dem Schreiben angefangen hat, warum Lebenserfahrung für das Schreiben wichtig ist und vieles mehr, lest ihr hier.

Wann hast du zum ersten Mal entdeckt, dass du gerne schreibst?
Sehr früh. So mit sieben.

Wie kam es, dass du bei der Zeitung gelandet bist?
Ich brauchte Geld. Deshalb.



Du bist seit Ewigkeiten bei der Südostschweiz als Korrektor tätig. Was fasziniert dich an dieser Tätigkeit?
Wer sagt denn, dass mich daran was fasziniert? Ich mache einen guten Job und bekomme dafür ein bisschen Geld. 



Drei Romane und ein Gedichtband hast du in deiner Karriere veröffentlicht. Welches Werk eignet sich am besten als Einstieg in dein Werk?
Ich denke, man sollte «Brain Salad Suppenschüssel» lesen.

Welchen Einfluss hat das Prättigau auf deine Geschichten?
Nun ja, das Prättigau ist meine Heimat. Diese hat vielleicht einen grösseren Einfluss, als mir bewusst ist. Welchen genau? Das frage ich mich oft.

Du schreibst ja schon recht lange. War es früher einfacher, Bücher zu verkaufen als heute?
Heute ist es wohl eher leichter, weil der Autor dank Facebook und Twitter massiv in den Werbeprozess eingreifen kann.

Auf Twitter betonst du immer wieder, wie wenig das Schreiben abwirft. Warum treibt es dich trotzdem immer wieder an dein Schreibpult?
Weil mir mein nächster Roman zwei Millionen aus Germany einbringen wird. Von dieser Überzeugung bin ich nicht abzubringen! Ich meine es absolut ernst.

Man sagt, dass Personen, die viel schreiben, auch häufig viel lesen. Ist das bei dir auch so?
Ich lese selten. Und wenn, dann was von Philip Roth oder meinen Kolleginnen Romana Ganzoni und Ladina Bordoli.

Du wirst in diesem Jahr 66 Jahre alt. Welchen Einfluss hat die neu gewonnene Zeit auf dein Autorenleben?
Ich arbeite immer noch für die Somedia, wenngleich nur noch in einem 60-Prozent-Pensum.

Welchen Tipp würdest du jungen Autorinnen oder Autoren mit auf den Weg geben?
Das Wichtigste für jede künstlerische Entwicklung ist es, Lebenserfahrungen zu sammeln. So kann man das, was man zu sagen hat, pointierter sagen.

Christian Imhof