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Schiers
28.07.2021

«Wir würden gern noch mehr Einsätze wahrnehmen»

Bild: zVg
Bis Mitte Juni konnten die Mitglieder des Jägervereins Sektion Prättigau zusammen mit freiwilligen Helfern in der Region Vorder- und Mittelprättigau bei insgesamt 126 geflogenen Einsätzen 74 Rehkitze retten (P&H berichtete). Die Redaktion wollte von Hegeobmann Andrea Wieland unter anderem wissen, wie viele Kitze bis heute vor dem sicheren Tod durch die Mähmaschinen bewahrt werden konnten.

Herr Wieland, wie ist die Rehkitzrettung bei Ihnen dieses Jahr allgemein gelaufen?
Andrea Wieland: Die Rehkitzrettung in unserer Sektion ist sehr gut gelaufen. Obwohl wir dieses Jahr zwei Drohnen zur Verfügung hatten, waren wir wieder am Anschlag und konnten leider längst nicht alle angemeldeten Einsätze wahrnehmen. Darum wäre zusätzliches Personal noch erwünscht. Erfreulich war, dass sich auch Nichtjäger stark engagiert haben, und wir hoffen, dass sich noch mehr freiwillige Helfer für nächstes Jahr bei uns melden. Denn, ohne ihre Unterstützung würden wahrscheinlich viele Jungtiere in den Wiesen ums Leben kommen.

Mit Drohnen können Rehkitze vor einem grausamen Tod bewahrt werden. Bild: zVg

Wie war die Zusammenarbeit mit den Bauern?
Die Unterstützung der Bauern war sehr gut. Die Zusammenarbeit mit ihnen hat gut funktioniert. Manchmal mussten wir an ihre Geduld appellieren, da sie verständlicherweise nach einer Schlechtwetterperiode rasch möglichst mit Mähen beginnen möchten. An solchen Tagen gingen bei uns in der Zentrale bis zu 25 Telefonate ein. Dabei stehen von unserer Sektion lediglich nur zwei Teams im Einsatz für die Rehkitzrettung.

Bild: zVg

Was motiviert die Jäger, auf die Suche nach Rehkitzen zu gehen? Dafür opfert er ja einen grossen Teil seiner Freizeit.
Wir wollen die riesige Qual vermeiden, die ein Tier erleiden wird, wenn es angemäht wird. Wie viele Rehkitze konnten Sie bis heute, 22. Juli 2021, insgesamt retten?
Wir dürfen stolz vermelden, dass unsere Sektion bis heute 89 Rehkitze gerettet hat und 161 Einsätze geflogen ist. An dieser Stelle möchte ich allen Drohnenpiloten sowie Helfererinnen und Helfern ein riesiges Kompliment aussprechen, die eine grossartige Leistung vollbracht haben. Weil wir auch zu wenig Piloten haben, wären wir sehr dankbar, wenn sich noch weitere Piloten unserer Sache anschliessen würden.

Wie können interessierte Personen ihrem Jagdverein sonst noch unter die Arme greifen?
Es besteht die Möglichkeit, uns auch mit einer Spende zu unterstützen und zwar auf das Konto bei der Raiffeisenbank Prättigau mit der IBAN CH49 8080 8004 3472 5898 9, ltd. auf BKPJV Sektion Prättigau, Rubrik Rehkitz-Rettung. Bei Fragen stehe ich gern unter der Telefonnummer 079 262 28 83 zur Verfügung.

Bild: zVg
L. Steinmann