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Furna
19.12.2021

Bürgergemeinde ist Geschichte

Der letzte Furner Bürgerrat (v. l.): Bernhard Bärtsch (Präsident), Johann Roffler (Kassier) und Uschi Bärtsch (Aktuarin).
Der letzte Furner Bürgerrat (v. l.): Bernhard Bärtsch (Präsident), Johann Roffler (Kassier) und Uschi Bärtsch (Aktuarin). Bild: H. Wyss
Die Bürgergemeinde Furna wird per Ende Jahr aufgelöst. Dies haben die sieben anwesenden ortsansässigen und damit stimmberechtigten Furner Bürgerinnen und Bürger an der Bürgergemeindeversammlung vom 9. Dezember auf Antrag des Bürgerrates beschlossen.

Wie der aufgrund des einstimmig gefällten Versammlungsbeschlusses nun also letzte Bürgerratspräsident, Bernhard Bärtsch, ausführte, wurde der Bürgerrat Furna seitens des Amtes für Gemeinden darauf aufmerksam gemacht, dass die Statuten der Bürgergemeinde – die letzte Anpassung erfolgte am 30. Dezember 1983 – in verschiedenen Punkten nicht mit dem aktuellen Gemeindegesetz übereinstimme. Nebst der fälligen Überarbeitung der Statuten wäre künftig die jährliche Abhaltung einer Versammlung nötig geworden, ausserdem die Vorlage einer Jahresrechnung samt Revisorenbericht. Da die Bürgergemeinde Furna aufgrund der gesetzlichen Situation keinerlei Verpflichtungen hat und keinen Anspruch auf Taxen oder dergleichen kennt, noch im Besitze von Alpen, Landreserven oder Gebäuden ist, wurde seitens des Bürgerrates der definitiven Auflösung der Vorzug gegeben und auch so traktandiert.

Die Aufgaben der Bürgergemeinde Furna wie Einbürgerungen – die letzte fand übrigens im Jahre 1984 statt – werden in Zukunft von der politischen Gemeinde Furna übernommen. Ebenso geht das Konto bei der Raiffeisenbank mit einem Saldo von 8253 Franken an die politische Gemeinde über. Dies allerdings erst nach Abzug der Auslagen für die Bewirtung am anschliessend an die Bürgerversammlung als letzte sehr sympathische Amtshandlung offerierten Adventsfenster. Ausserdem gab der abtretende Bürgerrat der Hoffnung Ausdruck, später einmal bei der Gemeinde anklopfen zu dürfen. «Es wäre schön, wenn diese dann Geld für einen kulturellen Zweck, wie vielleicht ein Dorffest, locker machen könnte», so Bernhard Bärtsch. Er schloss die letzte Bürgerversammlung mit dem Dank an die abtretenden und auch an all die früheren Funktionäre.

H. Wyss