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Kanton
30.11.2021

Green Deal – Amt für Energie und Verkehr erhöht Förderbeiträge

Bild: zVg
Der Grosse Rat hat an der Oktobersession 2021 die erste Etappe des Green Deal beschlossen. Das Amt für Energie und Verkehr setzt diese Beschlüsse ab dem 1. Dezember 2021 in Form von höheren Förderbeiträgen für Gebäudesanierungen sowie den Ersatz von bestehenden Elektro-, Öl- und Gasheizungen um.

Die vom Grossen Rat beschlossene Umsetzung des Green Deal verlangt, dass mit hoher zeitlicher Priorität Massnahmen zum Klimaschutz und somit zur Reduktion des Schadstoffausstosses umgesetzt werden. Ein Grossteil der zur Verfügung gestellten Mittel im Umfang von 67 Millionen Franken für die nächsten vier Jahre sind für den Umstieg von fossilen Heizungen auf erneuerbare Heizsysteme und die Effizienzsteigerung bei bestehenden Bauten in Form von Wärmedämmmassnahmen vorgesehen. Das Amt für Energie und Verkehr (AEV) setzt deshalb ein Zeichen und erhöht alle Förderbeiträge der bestehenden Programme um einen Bonus. Der Aufschlag beträgt 100 Prozent für haustechnische Massnahmen und 50 Prozent für Massnahmen an der Gebäudehülle. Somit erhöht sich der Anreiz für Hauseigentümer, ihre Liegenschaften zu erneuern und erneuerbare Energien einzusetzen. Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise beim Ersatz der Öl- oder Gasheizung eines Einfamilienhauses durch eine Erdsonden-Wärmepumpenheizung, der Kantonsbeitrag von aktuell 6250 Franken auf 12 500 Franken erhöht wird. Wird das Dach wärmetechnisch saniert, erhöht sich der Beitrag von heute 60 Franken auf neu 90 Franken pro Quadratmeter.

«Das Amt für Energie und Verkehr setzt deshalb ein Zeichen und erhöht alle Förderbeiträge der bestehenden Programme um einen Bonus. Der Aufschlag beträgt 100 Prozent für haustechnische Massnahmen und 50 Prozent für Massnahmen an der Gebäudehülle.»

Förderbeitragserhöhung bis 2024 geplant

Die Erhöhungen werden ab dem 1. Dezember 2021 verfügt und sind bis ins Jahr 2024 vorgesehen. Das AEV ist überzeugt, dass mit dieser Massnahme ein Beitrag zur CO2‑Reduktion geleistet werden kann. Als positiver volkswirtschaftlicher Nebeneffekt resultiert ein höheres Sanierungsvolumen zugunsten des Bündner Gewerbes. Sämtliche Informationen zu den Förderprogrammen sind auf der Webseite des Amtes für Energie und Verkehr unter energie.gr.ch ersichtlich.

pd