Home Region In-/Ausland Sport Agenda Magazin
Region
27.11.2021

Theatergruppe spielt einen Agatha-Christie-Krimi

Dramatisch geht es weiter, und der erste Gast Anthony James Marston gespielt von Gaudenz Dietze stirbt durch Zyankali in seinem Drink.
Dramatisch geht es weiter, und der erste Gast Anthony James Marston gespielt von Gaudenz Dietze stirbt durch Zyankali in seinem Drink. Bild: Sandra Peters
Die Theatergruppe Jenins erwacht aus ihrem Coronaschlaf. Als diesjährige Herbstproduktion bringt sie den Krimi «Und dann gab es keines mehr» von Agatha Christie auf die Bühne.

«Und dann gab es keines mehr» ist der 26. Krimi, den Agatha Christie, Meisterin der schwarz-humorigen Kriminalgeschichten, geschrieben hat. Er wurde am 6. November 1939 veröffentlicht – im deutschsprachigen Raum unter dem Titel «Zehn kleine Negerlein». Da dieser Titel in der heutigen Zeit nicht mehr vertretbar ist, wurde die Geschichte politisch korrekt in «Und dann gab es keines mehr» umbenannt, oder manchmal auch mit dem Titel «Letztes Weekend» gespielt.

Ein Mörder/eine Mörderin ist unter uns

Zehn, sich fremde Menschen werden für ein Wochenende in ein Herrenhaus auf einer einsamen Insel eingeladen. Keiner von ihnen kennt den Gastgeber. Als der Hausherr verkünden lässt, dass er sich verspäten würde, finden das die zehn Gäste zwar irritierend, doch sie denken sich nichts dabei. Als aber einer nach dem anderen – analog zu den Strophen eines alten Kinderlieds – umgebracht wird, beginnen die gegenseitigen Verdächtigungen und die Suche nach dem Mörder – oder der Mörderin.

Recht oder Gerechtigkeit?

Der Krimi, in dem es um die Frage geht, ob Recht gleich zu setzen mit Gerechtigkeit ist, oder ob Gerechtigkeit auch immer richtig ist, wird in einer hochdeutschen Bühnenfassung von Martin Krummen aufgeführt. Der versierte Theatermann, Leiter des Kindertheater Arlecchino-Colombina, ist mit diesem Stück zum ersten Mal auch als Regisseur für die Theatergruppe Jenins im Einsatz. Vorgetragen wird es von Schweizer Laienschauspielern auf Hochdeutsch, denn: In Dialekt vorgetragen würde es absolut an Humor verlieren. Das Theaterstück kommt ohne aufwändigen Bühnenbau aus, alle Szenen spielen vor einer Kulisse, für die Darsteller gibt es kaum Sprechpausen. Das Publikum verliert zu keinem Zeitpunkt den roten Faden, denn: Das Stück wird ohne Unterbrechung gespielt, was ich, Sandra Peters, freie Mitarbeiterin des P&H, persönlich als sehr angenehm empfand.

Warme Speisen und Kalte Getränke

Das Theater-Restaurant öffnet bereits eine Stunde vor Aufführungsbeginn seine Türen und bietet kleine Speisen und Getränke zu fairen Preisen an. Auch nach der 70-Minuten-Theater-Aufführung kann man sich noch mit Speis und Trank vom Restaurantteam verwöhnen oder in geselliger Runde den Abend ausklingen lassen.

Sicherheit und Schutz

Es gilt das 3G-Schutzkonzempt des Bundes und bis zur Einlasskontrolle inklusiv Zertifikat mit Personalausweis gilt Maskenpflicht im Foyer.

Aufführungsdaten und Tickets

Wer also jetzt auch Lust auf diese gelungene Inszenierung bekommen hat, der hat noch am Donnerstag, 25. November, Freitag, 26. November, und Samstag, 27. November, jeweils um 20.15 Uhr in der Mehrzweckhalle Jenins die Gelegenheit dazu. Preis pro Ticket für Erwachsene 25 Franken und Kinder bis 16 Jahre zahlen zehn Franken. Karten sind online unter www.tgjenins.ch oder Montag bis Donnerstag, 16.30 bis 19 Uhr telefonisch unter 078 688 22 08 zu reservieren. 

  • Einen herzlichen Applaus der Theatergruppe Jenins für diese gelungene Inszenierung. Bild: Sandra Peters
    1 / 3
  • Bei so viel Aufregung fällt das Dienstmädchen Stella Rogers gespielt von Vreni Gujan erstmal in Ohnmacht. Bild: Sandra Peters
    2 / 3
  • Philip Lombard gespielt von Philipp Affentranger auf der Suche nach dem Mörder oder der Mörderin. Bild: Sandra Peters
    3 / 3
sp