Home Region In-/Ausland Sport Agenda Magazin

«Benkli» erhalten frischen Anstrich

Aufgefrischt – und dank Röbi Bigger auch frisch ausgemäht – lädt das Benkli auf dem beschaulichen Rivabord zum Verweilen.
Aufgefrischt – und dank Röbi Bigger auch frisch ausgemäht – lädt das Benkli auf dem beschaulichen Rivabord zum Verweilen. Bild: H. Wyss
Ob am schattigen Waldrand, am murmelnden Bach oder am beschaulichen Bord – verstreut über das Gemeindegebiet von Grüsch laden zahlreiche «Benkli» zum Innehalten ein. Sie erhalten jetzt nicht nur einen neuen Anstrich, sie werden auch mit dem passenden Flurnamen versehen.

«Gülläeggä», «bi dr Uur», «Chilchwäg». Zwischen 70 und 80 «Benkli» dürften es sein, welche die Gemeinde Grüsch, verstreut über das ganze Gebiet, unterhält. Doch an einigen der hölzernen Sitzgelegenheiten nagt mittlerweile der Zahn der Zeit. «In diesem Winter sind zudem einzelne Benkli beim Winterdienst zu Bruch gegangen und müssen ersetzt werden», sagt Hanspeter Thöny, Leiter Infrastruktur Forst- und Werkbetrieb der Gemeinde Grüsch, gegenüber dem P&H. Da fügt es sich gut, dass der Gemeindevorstand bereits im vergangenen Jahr den Entschluss fasste, sämtlichen Benkli eine Auffrischungskur angedeihen zu lassen. 

Einheimische Fichte

«Ist das Holz des jeweiligen Benklis noch zu gebrauchen, wird es frisch gehobelt, geschliffen und mit einer offenporigen Lasur dreimalig behandelt», erklärt Thöny. Für die zu ersetzenden Exemplare hat die Gemeinde die Fichten im zurückliegenden Winter geschlagen. Das Holz ist also «effektiv von da», wie der Leiter Infrastruktur und Revierförster-Stellvertreter feststellt. «Eingesägt wurde es auf der Gemeindesäge in Fanas. Die Firma Lüchinger in Mels hat die Bretter gehobelt, wir haben sie auf das erforderliche Mass abgelängt.» Das jeweils obere Lehnenbrett nahm anschliessend den Weg zu Egli Küchenbau und Schreinerei in Seewis-Schmitten, wo es dank der modernen CNC-Maschine den ihm eigenen Schriftzug erhielt. Gespritzt wurden die neuen beziehungsweise die aufgepeppten Benkli bei Murturi GmbH Malergeschäft in Landquart, ebenso das in Blau-Gelb gehaltene Grüscher Gemeindewappen, welches natürlich nicht fehlen darf. 

Heimkehrer Röbi Bigger

Den letzten Schliff oder besser gesagt, die letzten Nägel, wurden den auf Vordermann gebrachten Benkli von Röbi Bigger verpasst. «Wir sind sehr dankbar, dass er als Pensionierter jetzt zu uns zurückkehrt und das Projekt ‹Benkli› betreut», stellt Thöny fest. «Röbi hat vorgängig auch sämtliche Längenmasse aufgenommen. Diese variieren von 2,2 Meter in Grüsch bis 2,5 Meter in Fanas, dazu kommen einige Spezialmasse, welche wir ebenfalls beibehalten wollten.» 

Passende Flurnamen

Wie erwähnt, werden die vielen zum Ausruhen und Verweilen einladenden Benkli mit der Auffrischung zugleich mit dem Namen der jeweiligen Örtlichkeit versehen. Dass die hübsch in die Lehne eingebetteten Flurnamen letztlich auch «verheben», dafür stehen in Grüsch der Lokalhistoriker Stefan Niggli und die Mundart-Autorin Margrith Ladner-Frei ein. In Fanas hielt sich die Gemeinde diesbezüglich an die Gewährsleute Paul Gerber und Martin Gansner. Noch nicht ganz so weit ist man laut Thöny in Valzeina. «Unser erklärtes Ziel ist es jedoch, dass im Laufe des Jahres sämtliche Benkli in der Gemeinde überholt sind.»

hw