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Kanton
05.05.2021

Immer mehr Bündner Kinder erleben sexualisierte Gewalt im Internet

Schon Kindergärtner erleben im Internet sexuelle Grenzüberschreitungen. (Symbolbild) Bild: KEYSTONE/AP/ELAINE THOMPSON
Cyber-Grooming – Die Bündner Fachstelle für sexuelle Gesundheit und Familienplanung Adebar schlägt Alarm: Immer mehr Kinder und Jugendliche würden in den sozialen Medien sexuelle Grenzüberschreitungen erleben. Die Fälle von Cyber-Grooming und sexualisierter Gewalt hätten besonders im letzten Jahr in besorgniserregendem Ausmass zugenommen.

Adebar hat sich deshalb entschlossen, an die Öffentlichkeit zu gehen und auf diese wachsende Gefährdung der Kinder und Jugendlichen hinzuweisen, wie Adebar-Leiterin Susanna Siegrist am Mittwoch vor den Medien erklärte.

Die Fachstelle ist mit ihrem sexualpädagogischen Konzept "Curaschi" in vielen Gemeinden des Kantons tätig. Vom Kindergarten bis zum Gymnasium engagieren sich die Adebar-Fachfrauen in der Prävention vor sexuellem Missbrauch.

"Im Unterricht fällt uns in allen Altersstufen vermehrt auf, dass Kinder und Jugendliche über Grenzüberschreitungen in den Sozialen Medien berichten", sagte Siegrist.

Adebar weise nicht zuletzt auf die Problematik hin, weil Kinder und Jugendliche sich selber vielfach keine Hilfe holen würden. Der Grund sei oft die Angst, den Zugang zu ihrer Lebenswelt in den sozialen Medien verboten zu bekommen.

vilan24/Keystone-SDA