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Grüsch - Fanas - Valzeina
18.12.2020
21.12.2020 07:48 Uhr

Joos Berry in Arosa auf dem Podest

Für den 30-jährigen Grüscher Joos Berry (rechts aussen) reichte es erstmals auf das Aroser Podest.
Für den 30-jährigen Grüscher Joos Berry (rechts aussen) reichte es erstmals auf das Aroser Podest. Bild: Swiss-Ski
Zum fünften Mal gastierte der Audi FIS Ski Cross World Cup diese Woche auf der Kulmwiese in Arosa. Joos Berry reichte es im ersten Rennen vom Dienstagabend für einen Podestplatz.

Nachdem der Weltcup-Auftakt in Innichen im Südtirol aufgrund der Pandemie ganz abgesagt worden war, starteten die Skicrosser in Arosa mit zwei «Geisterrennen» in die Saison. Während es Armin Niederer beim ersten Rennen vom Dienstagabend nicht ganz wunschgemäss lief – der Klosterser verpasste die Qualifikation für die Viertelfinals aufgrund eines ärgerlichen Frühstarts – schaffte der Grüscher Joos Berry erstmals in seiner Karriere im «Heimrennen» den Sprung auf das Podest. Der Finaldurchgang mit gleich drei Schweizern war an Spannung kaum zu überbieten. Als Sieger ging schliesslich dann doch der Schwede David Mobaerg daraus hervor. Das Duo Alex Fiva und Joos Berry fuhr aufeinander auf und verpasste so eine noch bessere Platzierung. So standen die beiden Bündner Asse in den ausgezeichneten Rängen zwei und drei. Bei den Frauen musste die Waadtländerin  Fanny Smith ebenfalls nur einer Athletin den Vortritt lassen, nämlich der Premierensiegerin Alexandra Edebo, ebenfalls eine Schwedin.

Beim zweiten Fluchtlicht-Spektakel vom Mittwochabend konnten die Bündner Athleten nicht ganz an das Ergebnis vom Vortag anknüpfen. Joos Berry und Alex Fiva kamen in ihren Viertelfinals nicht optimal vom Start weg und konnten auf der Sprintstrecke nicht mehr reagieren. Für Armin Niederer waren die Achtelfinals Endstation. Für das Swiss-Ski-Team holte Ryan Regez aus Wengen diesmal die Kohlen aus dem Feuer. Er musste sich einzig dem Schweden Viktor Andersson geschlagen geben.

Fanny Smith zog beim zweiten Weltcup-Rennen der Frauen locker in den grossen Final ein, wo sie auf der kurzen Strecke einen perfekten Start hinlegte und den Heat von der Spitze aus kontrollierte. Für die Sensation des Abends sorgte Talina Gantenbein. Die 22-jährige Engadinerin schaffte im Sog von Smith den Einzug in den grossen Final, wo sie es als Dritte zum ersten Mal in ihrer Karriere auf das Podest schaffte.

Nach dem erfolgreichen Heim-Weltcup in Arosa mit sechs Podestplätzen für das Swiss-Ski-Team gastiert der Skicross-Zirkus jetzt im Val Thorens (F), wo heute und morgen zwei Weltcup-Rennen in der Agenda stehen

hw/pd