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06.10.2022

Kreml: Selenskyj will Dritten Weltkrieg

Kremlsprecher Dmitri Peskow nimmt an einer Videokonferenz im Moskauer Kreml teil. Foto: Alexei Nikolsky/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa
Kremlsprecher Dmitri Peskow nimmt an einer Videokonferenz im Moskauer Kreml teil. Foto: Alexei Nikolsky/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa Bild: Keystone/AP/Alexei Nikolsky
International – Der Kreml hat Äusserungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Richtung Nato zu möglichen Präventivschlägen gegen Russland scharf verurteilt.

"Die Erklärungen Selenskyjs sind nichts anderes als ein Aufruf zum Beginn des Dritten Weltkriegs mit unvorhersehbaren schrecklichen Folgen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag. Auch das russische Aussenministerium kritisierte Selenskyjs Äusserungen heftig.

Selenskyj hatte zuvor bei einem Auftritt vor dem Lowy Institut in Sydney gefordert, die Nato müsse einen russischen Atomwaffeneinsatz verhindern - notfalls mit Präventivschlägen. Die Nato "muss die Möglichkeit eines Atomwaffeneinsatzes durch Russland ausschliessen. Wichtig ist aber - ich wende mich wie vor dem 24. Februar deshalb an die Weltgemeinschaft - dass es Präventivschläge sind, damit sie wissen, was ihnen blüht, wenn sie sie anwenden." Ein Selenskyj-Sprecher betonte umgehend, Selenskyjs Forderung sei falsch verstanden worden.

Laut Peskow lenken die USA und Grossbritannien die Handlungen Kiews. Sie seien daher auch für die Äusserungen Selenskyjs verantwortlich, meinte der Kremlsprecher. Aussenamtssprecherin Maria Sacharowa behauptete, dass der Westen einen Atomkrieg anzettele. "Jeder Mensch auf dem Planeten muss erkennen, dass die mit Waffen vollgepumpte und unstabile Marionette Selenskyj sich in ein Monster verwandelt hat, mit dessen Händen man den ganzen Planeten vernichten kann", sagte sie.

Keystone-SDA