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Freizeit
18.08.2022

Wassersportunfälle vermeiden

Wassersportunfälle häufen sich: Mehr als 13 000 Menschen verletzen sich jährlich.
Wassersportunfälle häufen sich: Mehr als 13 000 Menschen verletzen sich jährlich. Bild: zVg
Sommerzeit heisst für viele Ferienzeit. Die Seen und das Meer locken zu Wassertrendsportarten wie Stand-Up-Paddling (SUP), Wakeboarden, Surfen und Kitesurfen und andere. Diese erfreuen sich grosser Beliebtheit, was auch Auswirkungen auf die Unfallzahlen hat. Leider kommt es jährlich zu rund 13 100 Wassersportunfällen. Dafür lohnt es sich, den Versicherungsschutz zu prüfen.

70 Prozent der Unfälle beim Stand-Up-Paddling geschehen auf

Seen und ereignen sich hauptsächlich in den Monaten Juni, Juli und August. Beim Paddeln auf dem Meer passieren 30 Prozent der SUP-Unfälle. Diese geschehen auch in anderen Monaten. Gemäss UVG-Statistik ist die Altersgruppe zwischen 35 bis 54 Jahren am häufigsten betroffen. Bei drei Viertel der gemeldeten 300 Unfälle pro Jahr handelt es sich um Stürze, wobei die Betroffenen meist das Gleichgewicht verlieren und sich am Brett oder beim Aufstossen auf dem See-, resp. Meeresboden verletzen. Dabei kommt es hauptsächlich zu oberflächlichen Verletzungen und Prellungen von Rumpf, Rücken und Gesäss (19 Prozent), gefolgt von Verrenkungen und Verstauchungen von Hand oder Fuss. Adrenalinkick pur beim Wakeboarden: Stehend auf dem Board, den Griff in der Hand von einem Motorboot über die Wasseroberfläche gezogen zu werden, ist eine trendige Wassersportart. 60 Prozent der 540 jährlich gemeldeten Unfälle mit dem Wakeboard betreffen Männer zwischen 25 und 44 Jahren. Die Unfallversicherer zahlen jährlich 1,6 Mio. Franken aufgrund von Wakeboard-Unfällen.

Verdoppelung der Verunfallten

Die Anzahl der Unfälle beim Windsurfen und Wellenreiten hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt von 600 auf aktuell fast 1200 neu registrierte Unfälle pro Jahr. Diese verursachen jährlich laufende Kosten von 3,6 Mio. Franken oder durchschnittlich 4200 Franken pro Unfall. Hauptsächlich betroffen sind Sportbegeisterte im Alter zwischen 25 und 54 Jahren, wobei sich Männer häufiger verletzen (60 Prozent) als Frauen (40 Prozent). Vor 15 Jahren geschahen die Unfälle beim Surfen noch am häufigsten in der Schweiz auf Seen (33 Prozent). Heute wird vermehrt auch Wellenreiten praktiziert, wodurch die Unfälle mehrheitlich im Ausland auf dem Meer geschehen: 40 Prozent der Surf-Unfälle ereignen sich in den Mittelmeerländern Spanien, Portugal und Frankreich, während die Schweiz nur noch 13 Prozent verzeichnet. Bei nahezu 60 Prozent der Unfälle handelt es sich um Stürze.

440 Unfälle beim Kitesurfen verursachen jährlich Kosten von 3,8 Mio. Franken bei den Unfallversicherern. In den letzten fünf Jahren gab es einen Todesfall aufgrund eines Unfalls beim Kitesurfen und zwei Renten wurden gesprochen. Fast drei Viertel der beim Kitesurfen Verunfallten sind Männer (73 Prozent) und fast 70 Prozent der verunfallten Personen sind im Alter zwischen 25 und 44 Jahren. Die Unfälle geschehen vorwiegend im Ausland am Meer (84 Prozent). Im Durchschnitt kostet ein Unfall beim Kiten 8100 Franken.

Pressedienst