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13.08.2022
13.08.2022 16:15 Uhr

Doppelvierer der Frauen reüssiert nicht

Celia Dupré, Lisa Lötscher, Salome Ulrich und Pascale Walker (von vorne nach hinten) im Doppelvierer mussten ihre Medaillen-Aspirationen begraben
Celia Dupré, Lisa Lötscher, Salome Ulrich und Pascale Walker (von vorne nach hinten) im Doppelvierer mussten ihre Medaillen-Aspirationen begraben Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER
Rudern – An den Europameisterschaften der Ruderer in München klappt es für die Schweizer am Samstag noch nicht mit einer Medaille. Im Doppelvierer der Frauen resultiert Platz 4.

EM-Debütantin Celia Dupré, Salome Ulrich, Lisa Lötscher und Schlagfrau Pascale Walker konnten nach dem starken Hoffnungslauf mit einer Medaille liebäugeln. Bis etwa 1250 m befand sich das Quartett auf Kurs, dann blies der Wind etwas stärker, worauf die Schweizerinnen mit den Top-Booten nicht mehr mithalten konnten. Am Ende fehlten 3,56 Sekunden zu den drittklassierten Ukrainerinnen. Souverän Gold holte Grossbritannien vor den Niederländerinnen, welche die Schweizerinnen im Hoffnungslauf noch bezwungen hatten.

Zum Wind sagte Walker gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA: "Da sind wir noch zu unerfahren. Wir können uns jedoch nichts vorwerfen, das ist das, was zählt. Eine Medaille wäre das Tüpfelchen auf dem i gewesen, aber klar sind wir enttäuscht. Das Positive überwiegt allerdings. Wir haben viel gelernt, das wir für die WM mitnehmen können und sind definitiv auf einem guten Weg."

Auch für das neue Schweizer Vierer-ohne-Projekt um "Boat-Race-Sieger" Roman Röösli wuchsen die Bäume mit Rang 5 (noch) nicht in den Himmel. Angesichts der Tatsache, dass Joel Schürch, Tim Roth, Röösli und Schlagmann Andrin Gulich erst seit Ende Juni ein Boot bilden, darf schon das Erreichen des A-Finals als Erfolg bezeichnet werden.

In diesem hielten sich die vier Schweizer auf dem ersten Kilometer im Medaillennähe. Nach 1000 m fehlten bloss sechs Meter bis zu Platz 3. Auf der zweiten Streckenhälfte fielen die Schweizer aber zurück, zum Podest fehlten 4,33 Sekunden. "Insgesamt war es ein guter Einstieg ins Projekt", bilanzierte Röösli, der zuvor im Doppelzweier mit dem vom Rudersport zurückgetretenen Barnabé Delarze einige Erfolge gefeiert hatte, der grösste war der Gewinn der WM-Silbermedaille 2018. "Es gibt viele gute Ansätze, an denen wir anknüpfen können."

Zum Rennen vom Samstag sagte er: "Alle wollten zu viel, wir fielen etwas auseinander, ruderten nicht mehr einen sauberen Rhythmus. Es gilt nun, viele Kilometer zusammen abzuspulen und Vertrauen in das Boot aufzubauen. Wir müssen lernen, wie man in den Rennen fährt, wie man diese liest. Es steckt extrem viel dahinter."

Das Vierer-ohne-Projekt ist auf die Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris ausgerichtet. Diesbezüglich sieht Röösli "extrem viel Potenzial". Dies auch, weil Trainer Ian Wright spezialisiert ist auf den Vierer ohne. "Ich bin mit dem Rudern noch nicht im Reinen", so der nach einem Studium in Oxford zurückgekehrte Röösli. Schliesslich fehlt eine Olympia-Medaille noch in seinem Palmarès. Das will er ändern.

Keystone-SDA