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11.08.2022

Ruanda und DR Kongo wollen Dialog aufnehmen

Antony Blinken (hinten), Außenminister der USA,.hört Vincent Biruta, Außenminister von Ruander, während einer Pressekonferenz im Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit zu. Foto: Andrew Harnik/AP Pool/dpa
Antony Blinken (hinten), Außenminister der USA,.hört Vincent Biruta, Außenminister von Ruander, während einer Pressekonferenz im Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit zu. Foto: Andrew Harnik/AP Pool/dpa Bild: Keystone/AP Pool/Andrew Harnik
Demokratische – US-Aussenminister Antony Blinken hat sich besorgt über Ruandas mutmassliche Militäroperationen in der benachbarten Demokratischen Republik Kongo geäussert. Das ostafrikanische Land soll einem UN-Bericht zufolge die Rebellengruppe M23 im Osten der DR Kongo unterstützen. Nach einem Treffen mit dem ruandischen Präsidenten Paul Kagame am Donnerstag sagte Blinken, beide Staatschefs hätten ihm versichert, direkte Gespräche wieder aufnehmen zu wollen. Am Vortag hatte er sich mit Kongos Präsident Félix Tshisekedi getroffen.

Blinken, der mit seinem Besuch in Ruanda seine Asien- und Afrika-Reise abschliesst, kritisierte ausserdem die Verurteilung von Paul Rusesabagina, der als Held des "Hotel Ruanda" durch den gleichnamigen Hollywoodfilm bekannt wurde. Die USA seien weiterhin überzeugt, dass der Prozess nicht gerecht gewesen sei.

1994 gewährte Rusesabagina mehr als 1200 Menschen insbesondere der Tutsi-Minderheit Zuflucht in seinem Hotel und rettete damit ihre Leben. Ein ruandisches Gericht befand Rusesabagina im vergangenen Jahr allerdings des Terrorismus für schuldig und verurteilte ihn zu einer Gefängnisstrafe von 25 Jahren. Den Richtern zufolge soll er den bewaffneten Flügel einer von ihm mitgegründeten Oppositionsbewegung finanziell und logistisch unterstützt haben.

Keystone-SDA