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19.01.2022

Psychiaterin: Breivik ist nicht zu trauen

Die Psychiaterin Randi Rosenqvist schätzt das Risiko für Gewalttaten ausgehend von Rechtsterrorist Anders Breivik unverändert hoch ein. Foto: Ole Berg-Rusten/NTB/dpa
Die Psychiaterin Randi Rosenqvist schätzt das Risiko für Gewalttaten ausgehend von Rechtsterrorist Anders Breivik unverändert hoch ein. Foto: Ole Berg-Rusten/NTB/dpa Bild: Keystone/NTB/Ole Berg-Rusten
Norwegen – Dem Rechtsterroristen Anders Behring Breivik ist nach Angaben einer Psychiaterin auch zehn Jahre nach den Terroranschlägen in Oslo und auf der Insel Utøya nicht zu trauen.

An ihrer Einschätzung des Risikos, das von Breivik ausgehe, habe sich nichts geändert, sagte die norwegische Psychiaterin Randi Rosenqvist am Mittwoch während einer Berufungsverhandlung im Gefängnis Skien. Die Diagnose sei dieselbe wie zuvor: Das Risiko für künftige Gewalttaten sei im Vergleich zu der ersten Risikobewertung, die sie 2012 und 2013 verfasst habe, unverändert.

Seit Dienstag wird vor dem Bezirksgericht Telemark in der Haftanstalt Skien darüber verhandelt, ob Breivik wie von ihm beantragt vorzeitig auf Bewährung freigelassen werden kann. Seine Erfolgsaussichten sind gering. Die Gerichtsverhandlung soll noch bis voraussichtlich Donnerstag dauern, ein Beschluss soll zu einem späteren Zeitpunkt und möglicherweise bereits nächste Woche bekanntgegeben werden.

Rosenqvist galt vorab als wichtigste Zeugin in dem Verfahren. Sie hat Breivik nach den von ihm am 22. Juli 2011 verübten Anschlägen, bei denen 77 Menschen ums Leben gekommen waren, mehrmals untersucht.

Keystone-SDA