St. Luzisteig im Banne der Cowboys
Von: ms (Fotos: Guna)
Am Wochenende ging auf der St. Luzisteig in Maienfeld das vierte und vielleicht letzte Country-Festival über die Bühne. Einer der Höhepunkte war der erstmals ausgetragene Cow-Working-Cup.
Ein Hauch von Freiheit und Abenteuer: Country-Maienfeld (weiterblättern oder Grossbilder in der Rubrik "Galerien")
Trotz Dauerregens pilgerten am Wochenende rund 2000 Country-Fans auf die St. Luzisteig oberhalb Maienfeld. Das sind laut OK-Präsident Reto Rauch zwar etwas weniger als in den beiden Vorjahren. Der guten Stimmung habe dies jedoch keinen Abbruch getan. Im Gegenteil: «Mit unseren Bands, darunter Rose Alleyson, die im letzten Jahr zur besten Countrysängerin von Frankreich gewählt wurde, oder Kim Carson aus New Orleans, haben wir diesmal voll ins Schwarze getroffen», stellt Rauch fest.
Cow-Working-Cup
Einer der nichtmusikalischen Höhepunkte bildete der erstmals ausgetragene Cow-Working-Cup. In diesem Wettbewerb stehen sich eine Herde Rinder sowie drei Pferde mit drei Reitern gegenüber. Die Rinder tragen eine Rückennummer. Ziel ist es, die richtigen drei Rinder aus der Herde auszusortieren, diese auf die andere Seite der Arena zu bringen und besser als irgendein anderes Team in das Gatter (Pen) zu treiben. Gewonnen hat das Team „Lollipop“ aus Luzern. An dritter Stelle klassierten sich die ersten Teilnehmer aus der Region (Prättigau).
Spannende Show
Der Cow-Working-Cup wurde an Stelle des Ochsenrennens lanciert. Unter anderem aus «Sicherheitsgründen», wie Rauch erklärt. Das Risiko, dass ein Ochse einmal in das Publikum renne, sei zu gross geworden. Action gebe es beim Cow-Working-Cup zwar etwas weniger als beim Ochsenrennen. Für die Zuschauer sei der Wettbewerb dennoch sehr interessant, was sich mit dessen regem Interesse am Wochenende bestätigt habe.
Nachfolgeregelung in Sicht?
Ob das Country-Maienfeld tatsächlich zum letzten Mal stattfand, steht laut Rauch noch nicht fest. Fest steht, dass er und seine Country-Freunde Maienfeld (Yvonne Rauch, Markus Komminoth, Kurt und Bethli Nadig) den Anlass nicht mehr durchführen werden. Inzwischen hat sich beim OK mit ein paar Line-Dancern aus dem Raum Untervaz ein ernsthafter Nachfolge-Interessant gemeldet. Erste Gespräche haben laut Rauch stattgefunden. Er selber würde es bedauern, wenn der Anlass, der in der Schweizer Country-Szene inzwischen eine hohe Bekannt- und Beliebtheit erlangt hat, keine Fortsetzung fände.