Kürzlich las ich einen Bericht zum Thema «analoge Gefahr». Analoge Gefahr? Was irgendwie verrückt klingt, hat aber tatsächlich etwas!
Früher war es beim gemeinsamen Restaurantbesuch unter Kollegen ja so, dass man Witze riss, plauderte und lachte. Man war kommunikativ miteinander. Heute tippt jeder auf seinem Handy herum, twittert, beantwortet Mails oder stellt ein Bild von seiner Pizza auf Facebook. Das Gemeinschaftserlebnis ist zum kollektiven Online-Treff verkommen. Teilweise sogar schon auf dem Schulhof. Statt Kettenfangis zu machen, schauen sich die Kinder Youtube-Videos an und statt Spickzettel schreiben sie SMS. Die virtuelle Online-Welt hat die jüngere Generation längst eingeholt.
Nimmt man den Betroffenen ihr «Spielzeug» weg, sind sie schnell am Anschlag: Keine Freunde, keine Kontakte, keine Gesprächsthemen, kein Inhalt. Diese «analoge Gefahr» ist nicht zu unterschätzen. Sie kann zu ernsthaften psychischen Problemen oder Entzugserscheinungen führen. Zu Hause, im Geschäft oder eben sogar in der Schule. Es ist deshalb wichtig, dass Eltern ihre Schützlinge genug früh mit Handy, iPad, Internet und Spielkonsole ausstatten. Sonst könnten diese schnell zum sozialen Aussenseiter mutieren. Heute ist es nämlich wichtig, im Minutentakt zu erfahren, was der Kollege gerade macht, schaut, hört, oder eben wie die Pizza auf seinem Teller aussieht. Man fragt sich ernsthaft, ob es vor dem Handy überhaupt ein Leben gegeben haben kann.
Vermutlich ist es – wie bei den meisten Trends – aber nur eine Frage der Zeit bis eine Gegenbewegung einsetzt und wir mitten in der digitalen die wunderbare Seite der analogen Welt wiederentdecken: Offline-Restaurants und Offline-Partys werden Marktlücken entdecken. Es ist IN, wieder analog miteinander zu kommunizieren. Schulhäuser werden handyfreie Zonen schaffen und Teenager werden sich Liebesbriefe wieder von Hand statt per SMS oder Mail schreiben. Wir tippen nicht mehr auf unseren iPhones, iPads oder im Facebook herum, sondern blättern wieder ganz altmodisch in Büchern und Zeitungen. Gefällt mir!
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